Presse

Herzlich Willkommen auf der Presseseite des Coburger Conventes

Kurzinfo


Der Coburger Convent (CC) ist ein Zusammenschluss von derzeit 94 pflichtschlagenden und farbentragenden Landsmannschaften und Turnerschaften an 47 Hochschulorten in Deutschland und Österreich und den dazugehörigen Altherrenverbänden (ehemalige Studenten) mit rund 10.000 Mitgliedern. Der CC ist konfessionell, weltanschaulich und politisch ungebunden. Mitglied kann jeder eingeschriebene Student einer Hoch- oder Fachhochschule werden, ganz gleich seiner Religion oder Herkunft. Sein Wahlspruch lautet:  Ehre – Freiheit – Freundschaft – Vaterland.

Der Verband wurde 1951 als Zusammenschluss der Deutschen Landsmannschaft (DL) und des Vertreter-Conventes (VC) der Turnerschaften gegründet. Deren Wurzeln liegen wiederum im 19. Jahrhundert.

Kern des CC ist der jährlich stattfindende Pfingstkongress in der oberfränkischen Stadt Coburg. Während des fünftägigen Treffens und Feierns mit den Verbandsbrüdern und deren Familien finden Kommerse (eine Art studentischer Festakt), Bälle und Sportwettkämpfe statt. Die Anzahl der Besucher liegt bei rund 4.500.

Bekannte Mitglieder des CC sind oder waren: Günther Öttinger, Ministerpräsident a.D. und EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft (Landsmannschaft Ulmia Tübingen); Otto Hahn Nobelpreisträger für Chemie und Entdecker der Kernspaltung (Landsmannschaft Nibelungia) oder Thomas Dehler, ehem. Bundesvorsitzender der FDP und Namensgeber der liberalen Parteizentrale, Bundesjustizminister a.D.(Landsmannschaft Allemannia Makaria).

IMG_4133Ach ja, bitte unbedingt beachten: Wir sind keine Burschenschafter und schon gar nicht Burschenschaftler (letztere gibt es überhaupt nicht, das Wort ist schlicht falsch)! Unsere Mitglieder werden je nach Zugehörigkeit als Landsmannschafter oder Turnerschafter bezeichnet.

Worum geht es beim CC?

Der CC ist lediglich ein Dachverband von verschiedenen Verbindungen. Als eine Art Dienstleister für die Mitgliedsbünde organisiert der Verband das Pfingsttreffen in Coburg und bietet Bildungsseminare zu verschiedenen Themen an, etwa Rhetorik, Zeitmanagement oder Etikette. Einmal jährlich findet dazu ein Seminarwochenende in der thüringischen Stadt Bad Blankenburg statt. Hierzu kommen rund 400 Studenten zum gemeinsamen Arbeiten zusammen. Weitere Seminare können über das ganze Jahr gebucht werden. Eine politische Arbeit oder Schulung findet nicht statt.

Neben den akademischen Seminaren bietet der Coburger Convent zu Pfingsten ein großes Sportfest mit Leichtathletik-Wettkämpfen, Volkslauf und Fußballturnier. In Bad Blankenburg gibt es die Möglichkeit für die Mitglieder, Sportseminare bei hochwertigen Trainern zu absolvieren, die auch Olympioniken und Profi-Sportler auf Weltmeisterschaften vorbereiten. Dies ist den turnerschaftlichen Wurzeln des Verbandes (siehe nächster Tab) geschuldet.


Wurzeln und Tradition

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Landsmannschaften sind die älteste Form von studentischen Gruppen an den Hochschulen. Schon im Mittelalter schlossen sich die Studenten einer Region zu sogenannten nationes (lat., frei übersetzt: Landsmannschaften) zusammen und lebten gemeinsam in Hausgemeinschaften mit Regeln (Bursen). Später nannten sich diese nationes Landsmannschaften. Mit der Entwicklung des Verbindungswesens Anfang des 19. Jahrhunderts bildeten sich die Landsmannschaften als eigener Typ neben Corps und Burschenschaften heraus. Man sah sich dabei als eine Gegenbewegung zu den politischen Burschenschaften und den elitären Corps. Die Landsmannschaften schlossen sich 1868 zum Verband der Deutschen Landsmannschaft zusammen

Die Turnerschaften kamen ihrerseits aus der Turnbewegung, die sich nach den Befreiungskriegen als bürgerlich-nationale Bewegung unter Einfluss der Reden und Lehren von Friedrich Ludwig Jahn entwickelte. Die Turnerschaften schlossen sich 1872 zum Vertreterconvent der Turnerschaften zusammen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg schlossen sich die Verbände der Landsmannschaften und Turnerschaften zum Coburger Convent zusammen.


Der CC heute

Der CC hat eine fast 150 Jahre alte Tradition, ist aber keine Mottenkiste. Klar, war er in den 50er Jahren bei seiner (Neu-)Gründung spießig – wer war das aus heutiger Sicht damals nicht? Doch schon damals galten die Grundwerte Demokratie, Toleranz und Pluralismus. Doch die Zeit blieb Gott sei Dank nicht stehen – auch nicht für den CC. Als moderner Verband kann bei uns jeder männliche Student Mitglied werden. Unser Nachwuchs wird nach Charakter, nicht nach Religion, Weltanschauung, Herkunft, Rasse oder sexueller Orientierung rekrutiert. Das spiegelt auch unser Wahlspruch: Ehre – Freiheit – Freundschaft – Vaterland.

Warum wir bei aller Freundschaft keine Frauen aufnehmen? – Weil Jungs auch mal unter sich sein wollen und dürfen. Es ist auch im Zeitalter der Gleichberechtigung und Emanzipation kein Verbrechen, wenn man eine Männergemeinschaft bilden will – das ist für uns ein bisschen Tradition und ein bisschen Bewährtes. Gleiches gilt für das Fechten. Die Mensur ist sicher eine der exklusivsten Sportarten. Sie hilft uns aber auch, Begeisterung von Mitläufertum zu unterscheiden. Wer bei uns Mitglied werden will, muss seinen Kopf hinhalten.

Wir laufen an der Masse nicht vorbei, wir stechen aus ihr heraus!

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Sie sind Journalistin oder Journalist und möchten über den CC und seine Mitglieder berichten?

Ein verständlicher Wunsch, den wir gerne zu erfüllen versuchen. Sie brauchen sich nur an das Presseamt des CC zu wenden. Der Pressesprecher Dr. Frank Klauss wird versuchen, Ihnen Kontakte zu Verbindungen herzustellen. Bitte beachten Sie, dass wir nur Journalistinnen und Journalisten akkreditieren können, die über einen gültigen Presseausweis der fünf Verbände verfügen. Kollegen von der internationalen Presse müssten da bitte gesondert Rücksprache mit uns halten. Weiter muss das Medium (Name der Zeitung mit Ausgabe, Sendung, etc.) genannt werden, in dem der Bericht erscheinen soll. Ein Belegexemplar für unser Archiv wäre bitte einzureichen.

Bitte beachten Sie, dass es für die Berichterstattung einige Grundsätze gibt, die nicht verhandelbar sind:

  1. Film- und Fotoaufnahmen bei Mensuren sind grundsätzlich nicht möglich. Die Mensur ist kein Sensationssport.

  2. Die Convente, Gremien der Verbindungen und des Dachverbandes, auf denen alle Angelegenheiten basisdemokratisch beschlossen werden, sind niemals öffentlich und somit Außenstehenden nicht zugänglich.

  3. My home is my castle – bei Dreharbeiten oder Reportagen in Verbindungshäusern entscheiden alleine die Verbindungen, was gedreht werden kann oder zugänglich ist. Darauf hat das Presseamt keinen Einfluss.