Cobrug
1.
Vor 75 Jahren, am 12. Mai 1951 erfolgte die Gründung des deutsch-akademischen Verbandes Coburger Conventes (CC), dem Zusammenschluss von Nachfolgebünden der Landsmannschaften in der Deutschen Landmannschaft (DL) – gegr. 1868 – und der Turnerschaften im Verband der Turnerschaften (VC) – gegr. 1872.“ So jedenfalls beschreibt es das Stück 1 des ersten Teils der Satzung. Dem Zuvor hatten sich jeweils Arbeitsgemeinschaften der ehemaligen verbände gegründet, die diese Fusion ermöglichten.
2.
2026 ist wahrlich ein Festjahr für den Coburger Convent. Der Blick zurück offenbart, dass vor 100 Jahren nach nur einer Vorlaufzeit von einem Jahr bereits ein 40.000 qm großes Gelände in der thüringischen Stadt Bad Blankenburg durch den VC gekauft wurde. Federführend für den VAT war der damalige Vorort Thüringen mit Sitz in Arnstadt. Verbandsbruder Petri, Saliae Jena, konnte dann im Sommer die Sportanlagen übergeben und das glanzvolle 18. Turnfest in Bad Blankenburg eröffnen.
3.
Zur etwa gleichen Zeit hatten sich auch die Landsmannschafter entschlossen, sich dem Sport zu widmen und so feiert der CC zu Pfingsten 2026 sein 100. Sportfest. Dank der großartigen Vorbereitung von Verbandsbruder Michael Maar, Nibelungiae, der diese Aufgabe nunmehr schon seit fast 30 Jahre bewältigt, erwarten die Gäste und Teilnehmer wieder spannende Wettkämpfe auf dem Sportplatz im Lichte der Burg Greifenstein.
4.
Und in Coburg gibt es ein weiteres Ereignis zu feiern. Das 1926 errichtete Ehrenmal (ehemals Landsmannschafter-Denkmal) erinnert an gefallene Studenten in den Weltkriegen. Heute wird an dieser Stelle im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes neben den Gefallenen auch an alle Verbandsbrüder und deren Freunde und Familien gedacht. Die Idee zur Errichtung eines Denkmals entstand 1916. Nach mehreren Planungsphasen wurde 1924 ein Künstlerwettbewerb ausgeschrieben, aus dem der Hamburger Bildhauer Richard Kuöhl mit dem Entwurf „Die Drei: Ehre, Freundschaft, Vaterland“ als Sieger hervorging.
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Eine ganz besondere Freude war eine Entscheidung des 1. Wehrdienstsenats des Bundesgerichtshofes im Januar 1976, der entschieden hatte, dass den Herren Studenten der Bundeswehrhochschulen nicht die Teilnahme an einer Mensur untersagt werden dürfe. Dieser höchstrichterliche Spruch beendet fast zwei Jahre dauernde Querelen zwischen Bundeswehr-Hochschülern, ihren dienstlichen Vorgesetzten und dem Bonner Verteidigungsministerium.
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Und letztlich feiern alle zusammen das 200. Bestehen des Hauses Sachsen-Coburg und Gotha, zu dem die Landser und Turner immer ein besonderes Verhältnis pflegten. In diesem Herzogtum war man willkommen und auch schon immer sehr liberale Standpunkte vertreten. In Coburg hat kaum 18 Jahre nach Aufhebung der „Turnsperre“ das 1. Deutsche Turnfest stattgefunden.